Vegetation

Die Kapregion besteht aus mehreren Klimazonen  die nur wenige Kilometer voneinander getrennt sind. Wind und Berge bestimmen  Niederschlag und Temperatur. Man sieht mit blossem Auge die unterschiedliche Vegetation an den Süd- und Nordhängen des Tafelberges. Während der kalte Südost-Passat mit seiner feuchten Meeresluft vom Tafelberg gezwungen wird aufzusteigen, wobei Wolken

entstehen, die sich an dieser Flanke abregnen  können, bläst auf der anderen Seite im Stadtgebiet ein trockener und warmer Wind. Pinienwald auf der trockenen und typischer Laub-Mischwald auf der feuchten Seite des Tafelberges sind Zeugen dieses Effektes. Ein paar Kilometer ins Landesinnere wird das Klima schnell kontinentaler. Ausgedehnte Weinberge und Obstplantagen umsäumt von ansteigenden Bergen die bis über 2000m hoch werden erinnern stark an Südtirol. Die Kaphalbinsel dagegen mit ihren immergrünen und duftenden Buschwerk, Eukalyptusbäumen und Pinien umgeben von weissen Sandbuchten und türkisem Wasser lassen schnell Gefühle an Korsika oder Sardinien wach werden.

 

 

Botanischer  Garten

Der Kirstenbosch Garten, der ein Gebiet von 530ha umfasst und an den feuchteren Südhängen des Tafelberges liegt, wurde 1913 zur Erhaltung und Vermehrung der reichen südafrikanischen Pflanzenwelt gegründet und gilt heute als einer der renommiertesten Botanischen Gärten der Welt. Auf dem Gelände findet man rund die Hälfte der etwa 18000 in Südafrika heimischen Pflanzenarten, darunter Proteen und Heidegewächse der einzigartigen Fynbos Vegetation des Kaps, Palmenfarne und Sukkulenten. Der grösste Teil des Gartens (90%) ist nicht kultiviert und besteht aus ursprünglichen Fynbos und Wald. Die Rasenflächen werden auch für Picknick und Spiel und Sport genutzt. Sonntags finden im Sommer Open-Air-Konzerte unterschiedlichster Stilrichtung statt.

Birdwatching

In der Kapregion sind über 300 verschiedene Vogelarten heimisch. Ein grosser Teil davon ist im Naturschutzgebiet der Cape Oasis und in der benachbarten Milnerton Lagune anzutreffen. Dies ist der Brut- und Lebensraum von  Fischadlern, Flamingos, Pelikanen, Raub- und Küstenschwalben. Mit ein bisschen Glück, können die Vögel direkt vom Garten aus beobachtet werden. Ein Lehrpfad hilft verschüttetes Wissen wieder zu bergen. Im nahe gelegenen Rondevlei leben sogar 225 Vogelarten. Ebenso lohnt ein Ausflug in die Langebaan Lagune, in der etwa 25 Millionen Wasservögel, wie Regenpfeifer, Reiher, Ibis und Austernfischer leben.

Whalewatching

Ein faszinierendes Erlebnis ist das Beobachten dieser Meeresriesen. Von Juni bis November kalben die Herden im Schutz der Buchten.  Die beste Jahreszeit zur Beobachtung ist der September und Oktober bevor sie im Dezember wieder in Richtung Süden weiterziehen. Von der Tafelbucht bis Hermanus verläuft die klassische Walroute. Die bis zu 14 Meter langen Weibchen  des südlichen Glattwals können 40 Tonnen schwer werden. Dafür ernähren sie sich von Plankton und das nicht gerade bescheiden - 600kg täglich machen einen ausgewachsenen Wal erst satt. Selbst bei Geburt sind sie bereits etwa 7m lang. Mehr Infos hierzu gibt es auf den Seiten der MTN Whaleroute von den auch dieses Photo stammt.

What-ever-is-in-the-water-watching

Wer erst nach der Wahlsaison nach Kapstadt kommt hat zwar die grössten Säugetiere verpasst aber nicht die lustigsten. Um diesen Rang bemühen sich vor allem Delphine und Seerobben. Beide Arten sind zahlreich und praktisch an allen Stränden zu beobachten. Delphine schwimmen gerne parallel zum Strand und begleiten Spaziergänger, Robben dagegen legen immer wieder gerne eine Bodysurf-Session in der Brandung ein. Ihre unglaubliche Menge auf den kleinen vorgelagerten Inseln, vor allem in der benachbarten False Bay, ist auch der Hauptgrund für die mit grösste Population an Weissen Haien weltweit. Robben sind somit die Lebensversicherung jedes Wassersportlers im Meer. Solange die Haie von ihnen satt werden werden diese nicht auf andere Beuteschemata ausweichen müssen. Pauschal lässt sich sagen: Wer mit dem Flugzeug von Deutschland nach Kapstadt fliegt, ist sicherlich bereits ein höheres Risiko eingegangen als vor Ort Opfer einer Haiattacke zu werden. Dennoch kann es nichts schaden, wenn man nicht alleine mitten auf dem Ocean herumdümpelt. Alleine Wellenreiten in der Dämmerung zu gehen, ist zwar soultechnisch wertvoll, erhöht aber auch das statistische Risiko, da Haie schlecht sehen und am liebsten morgens und abends jagen.

Hier gibt es mehr für alle, die sich für die sehr niedrige statistische Wahrscheinlichkeit von Haiattacken interessieren.

Wie gefährlich die Haie in Kapstadt sind, sieht man schon daran, dass sie vorwiegend in der False Bay vorkommen, die zugleich das Badeparadies für alle Südafrikaner ist. Nahe des Kaps der Guten Hoffnung, genauer in Simons Town, lebt auch eine Pinguin-Kolonie in unmittelbarer Nähe der Siedlungen. Im Sommer teilen sich die Badegäste mit den gut angezogenen Wasservögeln den kleinen Strand. Dies ist nicht  nur ein Erlebnis für Kinder sondern auch für alle anderen Junggebliebenen...